Gleichberechtigung in Unternehmen (7 Maßnahmen)

Wie kann man die Situation verbessern?

Der Aufbau einer Kultur der Menschenrechte und der Gleichberechtigung am Arbeitsplatz erfordert von Unternehmen und Organisationen einen geplanten und systematischen Ansatz für Gleichberechtigung und Menschenrechte. Obwohl es keine gesetzliche Verpflichtung gibt, einen dieser Ansätze umzusetzen, kann eine Organisation, die daran interessiert ist, Menschenrechte und Gleichberechtigung am Arbeitsplatz zu verankern, den folgenden sieben Schritte umfassenden Rahmen hilfreich finden.

  1. Eine Gleichstellungs- und Menschenrechtspolitik, die die Standards festlegt, denen das Unternehmen in Bezug auf die Beschäftigung verpflichtet ist.
  2. Gleichstellungs- und Menschenrechtsschulungen, die das Personal in die Lage versetzen, diese Standards für die Organisation zu verstehen und zu erreichen.
  3. Verantwortung für Gleichheit und Menschenrechte, die von einem Ausschuss oder einer ernannten Person übernommen wird, um den Standard für Gleichheit und Menschenrechte voranzutreiben
  4. Ein Fahrplan für Gleichheit und Menschenrechte, der die Ziele, die das Unternehmen/die Organisation in Bezug auf Gleichheit und Menschenrechte und Beschäftigung erreichen will, sowie die Schritte, die zur Verwirklichung dieser Ziele unternommen werden, festlegt – dieser Plan basiert auf einer Überprüfung der Gleichheits- und Menschenrechtssituation in Bezug auf die Beschäftigung im Unternehmen.
  5. Gleichheits- und Menschenrechtsfolgenabschätzung, die Gleichheits- und Menschenrechtsbelange in den Mittelpunkt der wichtigsten Entscheidungsfindung innerhalb des Unternehmens stellen.
  6. Gleichstellungs- und Menschenrechtsdaten, die innerhalb des Unternehmens in Bezug auf die Beschäftigung und die neun Gründe der Gleichstellungsgesetzgebung sowie in Bezug auf Gruppen, die von Menschenrechtsverletzungen bedroht sind, gesammelt und analysiert werden
  7. Beteiligung von Gleichstellungs- und Menschenrechtsinteressen an der Unternehmensführung innerhalb des Unternehmens, so dass die Stimme derer, die Ungleichheit oder Menschenrechtsverletzungen erfahren, die Politik, das Verfahren und die Praxis innerhalb der Organisation beeinflusst.


    Der Zweck eines geplanten und systematischen Ansatzes für Gleichheit und Menschenrechte besteht darin, ein Unternehmen langfristig in die Lage zu versetzen, Diskriminierung zu beseitigen, Gleichheit zu erreichen und die Menschenrechte zu erfüllen. Das bedeutet, dass ein Unternehmen über reaktive Ansätze hinausgeht, bei denen die Maßnahmen im Bereich Gleichstellung und Menschenrechte auf der kurzfristigen Behandlung von und Reaktion auf Probleme oder Möglichkeiten basieren, und in die Lage versetzt wird, Gleichstellung und Menschenrechte in seiner/ihrer Organisationskultur zu verankern.

Dabei erstreckt sich der Begriff Gleichberechtigung selbstverständlich über eine Vielzahl an verschiedenen Gebieten – von Lohngleichheit über die gleiche Behandlung von Frau und Mann am Arbeitsplatz bis hin zu möglichst ausgeglichenen Regelungen betreffend von Elternzeiten (sofern gesetzlich uneingeschränkt).

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